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Unser neuer Krisenfonds:

Schnelle Hilfe, die da ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird!

Was sind Krisen für die Kinder, Mütter und Familien der Child Destiny Foundation?

8 Uhr morgens im Slum Kibera: Es regnet seit Tagen. In der ohnehin notdürftig errichteten Lehmhütte steigt der Wasserspiegel weiter an. Das wenige Hab und Gut, das sich auf den knapp 15 Quadratmetern verteilt, droht Gefahr, endgültig kaputt zu gehen. Für die Mutter des Hauses bedeutet das – Planänderung. Anstatt ihr Kind mit infantiler Zerebralparese in die Child Destiny Foundation für die nötigen Behandlungen zu bringen und ihrer Arbeit als Schneiderin nachzugehen, muss die Mutter den Tag zu Hause verbringen und mit Kübeln das stehende Wasser versuchen hinauszuschütten, um zu retten was zu retten ist. Denn das Wasser läuft bereits die Wände hinunter – sie sieht die vor Wasser triefende Matratze und weiß, dass der Schaden groß sein wird.

Dies ist nur einer von vielen verschiedenen Krisen, die in Kibera von einem Augenblick hin zum nächsten auftreten können. Durch die Klimakrise immer häufiger auftretende Extremwetterereignisse, die mangelnde Möglichkeit sich zu versichern, die Korruption im Land, die den Menschen das Vertrauen nimmt, führen oftmals zu unvorhersehbaren Ereignissen für die Mütter und Kinder der CDF Community. Gesundheitsprobleme oder Schicksalsschläge innerhalb der eigenen Familie, wie häusliche Gewalt oder plötzliche Todesfälle, sind ebenso nicht unüblich in Kibera.

Lies hier mehr über Beispiele verschiedener Anwendungsgebiete des Krisenfonds:

Warum braucht es diesen Krisenfonds gerade jetzt?

Die Familien, die von der Child Destiny unterstützt werden, waren bereits mit vielen unvorhersehbaren Gefahren und Unsicherheiten konfrontiert. Wir wissen, dass das in Zukunft nicht anders sein wird. Die derzeit instabile geopolitische Lage aber auch die Situation in Kenia selbst begünstigt plötzliche wirtschaftliche, politische und ökologische Veränderungen, weshalb immer mehr Familien der Child Destiny Foundation Auswirkungen davon zu spüren bekommen. Die globale Erwärmung führt in der Tat zu extremen Wetterschwankungen: mehr Überschwemmungen, mehr Dürreperioden, höhere Temperaturen und Hitzewellen. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die Lebensmittelpreise, die Inflation und die kenianische Wirtschaft im Allgemeinen.

In der Vergangenheit hat es in unserer Organisation genau für diese zeitkritischen Herausforderungen und/oder persönlichen Bedürfnisse der Familien keine Möglichkeit der Unterstützung gegeben. Das lag primär daran, dass wir unsere Ressourcen dem Tages- und Therapiezentrum und den damit verbundenen Aktivitäten – jedem Kind und jeder Familie die Behandlung und Betreuung im gleichen Ausmaß zukommen zu lassen – widmen mussten. Mithilfe eines Krisenfonds soll sich diese Problematik künftig bessern.
Während der Covid-Pandemie verloren viele Mütter ihre Jobs oder mussten sich der Gefahr krank zu werden, ohne eine entsprechende Behandlung zu bekommen, aussetzen. Daher richtete die CDF ein Nothilfeprogramm, das Hilfspakete mit lebensnotwendigen Dingen wie Windeln, Seife und Nahrungsmittel für die Familien bereitgestellt hat. Außerdem stehen die Mitglieder von Child Destiny in Kibera, insbesondere unsere Projektleiter Florence und Alex, den Familien sehr nahe. Einige Eltern und Mütter haben sie in Zeiten großer Not direkt um Geld gebeten, was Alex und Florence in schwierige Situationen gebracht hat. Obwohl die beiden alles in ihrer Lage getan haben, um diesen Familien zu helfen, hat uns bisher die langfristige Lösung gefehlt. . Es zeichnete sich schnell ab, dass es ein neues Modell braucht, um auf diese Bedürfnisse schneller reagieren zu können

Für einige Mütter ist Child Destiny ihr einziger sicherer Ort. Es sind Menschen, denen sie vertrauen und auf die sie sich verlassen können. Unser Auftrag besteht darin, eine Gemeinschaft für Kinder mit Behinderungen und ihre Eltern zu schaffen, und dieser Krisenfonds zahlt genau auf dieses Ziel ein. 

Wie wird dieser Krisenfonds installiert?
Neben den Einnahmen zur Deckung der Fixkosten wie der Miete für unser Zentrum oder die Gehälter für unsere Therapeut_innen werden wir regelmäßige Einnahmen für einen Krisenfonds generieren. Unser Ziel ist es, im ersten Schritt 100 Euro pro Monat verfügbar zu haben. Daher braucht es für den Krisenfonds regelmäßige Spender_innen, die bereit sind jeden Monat beispielsweise 3,- Euro aufzuwenden. Je mehr Menschen mitmachen, desto leichter wird unser Ziel von 100 Euro pro Monat erreicht werden!

Als Spender_in stellt man sich immer wieder die Frage, wohin das gespendete Geld genau fließt. 
Von den geplanten 100 Euro pro Monat soll ein Teil für Notfälle, die die gesamte CDF Gemeinschaft betreffen, gespart werden, während der zweite Teil für persönliche Schicksalsschläge bestimmt ist. Ein Beispiel: Eine Monatsmiete in Kibera beträgt 10 bis 30 Euro, also zwischen 10% und 30% des Krisenfonds. Wenn die Mutter plötzlich ihren Job als Näherin verliert, weil sie aufgrund des Hochwassers zu spät zur Arbeit kommt, können wir den Krisenfonds mobilisieren, um die Miete für einen Monat zu bezahlen. Um ein genaues Verständnis über die Bedürfnisse jeder Familie sowie der Risiken und Notsituationen, denen sie begegnen könnten, zu erhalten, wurde von der Sozialarbeiterin ein Bogen zur Erfassung der Bedarfsanalyse eingeführt. Durch diese umfassende Bewertung der kurz- und langfristigen (finanziellen) Bedürfnisse jeder Familie, kann in Zukunft eine effiziente und zielgerichtete Hilfe gegeben werden. 

Wenn eine Familie Hilfe benötigt, richtet sich die Höhe der Unterstützung nach den Kosten des Notfalls (Krankenhauskosten, Miete, Rollstuhl usw.) und den Mitteln, die die Familie selbst aufbringen kann. Ausgaben aus dem Krisenfonds müssen daher situationsabhängig und im Einzelfall bewertet werden. Überschwemmungen zum Beispiel können ähnlich verheerende Auswirkungen auf die Familien haben, treffen sie aber unterschiedlich hart. Einige haben zum Beispiel ihr Haus durch die Fluten verloren – in diesem Fall helfen wir mit einer Monatsmiete aus, um die Zeit zu überbrücken, das Haus wieder aufzubauen oder ein neues zu finden. Andere sind vielleicht körperlich betroffen – im Schlamm ausgerutscht und verletzt, wird man schnell arbeitsunfähig und verliert den Job. In diesem Fall würden wir einen Beitrag zu den Krankenhauskosten leisten. Eine Priorität bei der Einrichtung des Krisenfonds ist es, Müttern, Eltern und ihren Kindern finanzielle und seelische Unterstützung zu verschaffen und sie langfristig zu stärken.

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